Fettabsaugung

Was versteht man unter einer Fettabsaugung?

Was tun bei ungeliebten Fettpolstern? In einigen Fällen ist Fettabsaugen der einzige Ausweg. Vor allem die durch Krankheit bedingten Fettansammlungen lassen sich - im Gegensatz zu denen bei Übergewicht - weder durch Diäten noch durch Sport reduzieren. Seit der Erfindung des Fettabsaugens im Jahr 1978 wurden in diesem Bereich bedeutende Fortschritte gemacht, die viele Fachärzte und Kliniken immer weiter optimieren. Die Stärke der Fettschicht unter der Haut wird verringert, indem überflüssiges Fett abgesaugt wird.

Welche Behandlungsmethoden gibt es zu Fettabsaugung?

Das Grundprinzip beim Fettabsaugen ist in der Regel bei allen Methoden dasselbe, aber heutzutage gibt es viele verschiedene Variationsmöglichkeiten.

Bei der Ihnen sicherlich bekannten Basic-Methode wird eine Flüssigkeitsmischung verwendet, mit deren Hilfe sich das Fett leichter absaugen lässt. Zudem wirkt sie betäubend und kann die entstehende Schwellung reduzieren.

Auch bei der Tumeszens-Methode wird eine spezielle Flüssigkeit in das Fettgewebe eingespritzt. Dies erfolgt mit so hohem Druck, dass sich die entsprechende Körperpartie ballonartig aufbläst. Dadurch können die Fettzellen für gewöhnlich relativ einfach abgesaugt werden. Ob zusätzliche Betäubungsmittel bei dieser Art von Fettabsaugen eingesetzt werden, entscheidet Ihr Arzt von Fall zu Fall, da die Flüssigkeit selbst bereits eine narkotisierende Wirkung hat.

Fettabsaugen mit der Supernass-Methode funktioniert ganz ähnlich. Allerdings wird hier nur soviel Flüssigkeit in das Fettgewebe gespritzt, wie Fett abgesaugt werden soll. Die Supernass-Methode findet meist unter Vollnarkose statt.

Die Ultraschall-Methode kommt oftmals auch bei Nachbehandlungen zum Einsatz. Mithilfe einer speziellen Ultraschall-Kanüle wird Energie im Fettgewebe freigesetzt. Durch diese wird das Fett verflüssigt. Das weitere Vorgehen entspricht der oben beschriebenen Basic-Methode.

Eine weitere Abwandlung zur Basic-Methode ist das Tulip-System. In diesem Fall wird der zum Absaugen erforderliche Unterdruck nicht mittels einer elektrischen Absaugpumpe, sondern durch eine spezielle Spritze erzeugt.

Beim Lipopulsing wird das abzusaugende Körperfett durch Energieimpulse gelöst. Über feine Kanülen werden die Impulse mit hoher Frequenz aber niedriger Energie ins Fettgewebe ausgesendet. So werden die Fettzellwände zerstört und das flüssige Fett freigesetzt. Anschließend erfolgt der übliche Absaugprozess.

Für die Feintunnelungstechnik werden sehr feine Kanülen von zwei bis drei Millimetern Durchmesser verwendet. Diese lösen durch eine hoch frequentierte Rüttelungstechnik die Fettzellen. So ist es möglich, das Fett bis dicht unter die Hautoberfläche abzusaugen.

Wie verläuft der Eingriff Fettabsaugung?

In der Regel wird der zu operierende Bereich mit einem Medikament unterspritzt, welches die Fettzellen auf die Absaugung vorbereitet. In den Hautfalten oder an den Stellen, die durch Kleidung bedeckt werden können, erfolgen die Hautschnitte, die selten länger als ein Zentimeter sind. Anschließend wird das Fettgewebe mittels einer Vakuumpumpe, welche in das Fettgewebe geschoben wird, abgesaugt.

Welche Ergebnisse können erzielt werden beim Fettabsaugung?

Mit der Liposuction kann das Körperbild sehr gut und dauerhaft korrigiert werden. Insbesondere bei örtlichen Fettdepots an den Hüften, am Bauch, an den Fesseln, am Oberkörper und unter dem Kinn lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen. Die Beseitigung der Fettzellen ist dauerhaft, aber die verbliebenen Fettzellen speichern bei Gewichtszunahme wieder Fett, so dass auch im operierten Bereich wieder eine Zunahme der Fettzellenmasse möglich ist. Das Ergebnis hängt von der allgemeinen Gesundheit, dem Hautzustand, Alter, Gewicht und Hormonhaushalt ab. Bei zu schlaffer Haut muss auch die überschüssige Haut mitsamt dem Fettgewebe chirurgisch entfernt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Ein endgültiges Ergebnis kann in den meisten Fällen erst nach 6 bis 9 Monaten beurteilt werden.

Welche Komplikationen können auftreten?

Sollten Schwellungen der betroffenen Areale auftreten, ist dies völlig normal. Diese gehen jedoch innerhalb von 3 Monaten völlig zurück. Die Hautschnitte hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit verblassen und kaum noch erkennbar sein werden.
Es kann für mehrere Wochen zu einer Veränderung der Berührungsempfindlichkeit mit Taubheitsgefühlen kommen. Bei entsprechender Veranlagung oder bei nicht konsequenter Bandagierung können Blutergüsse oder Narbenplatten entstehen. Diese werden als oberflächliche Unebenheiten erkennbar. Werden größere Mengen von Fettgewebe entfernt, kann es zu vermehrtem Verlust von Gewebeflüssigkeit bzw. Blut kommen, der durch Infusionen oder Blutkonserven wieder ausgeglichen werden muss. In sehr seltenen Fällen sind Embolien von Gerinnseln beschrieben worden, die einer intensiven medizinischen Behandlung bedürfen.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Je nach Veranlagung kann es insbesondere bei größeren Eingriffen zu einer kurzzeitigen Arbeitsunfähigkeit kommen. Im Normalfall werden Sie sich in Ihrer Befindlichkeit und Beweglichkeit aber kaum beeinträchtigt fühlen. Auf Sport sollten Sie jedoch je nach Art und Ausmaß der Liposuction für die ersten Wochen nach der Operation verzichten.

Die Fäden werden in der Regel 2 Wochen nach der OP entfernt. Anschließend ist eine konsequente Narbenmassage mit Narbensalbe für mindestens 6 Monate erforderlich. In dieser Zeit sollten Sie die Narben keiner direkten Sonnenbestrahlung aussetzen.

In den ersten 6 Wochen nach der OP sollten Sie Tag und Nacht ein Mieder tragen. Danach 6 Wochen tagsüber.

Gibt es Behandlungsalternativen?

Es gibt keine echten Alternativen zur Fettabsaugung.

Handelt es sich um eine ambulante Behandlung oder ist ein Klinikaufenthalt erforderlich?

Bei kleineren Korrekturen kann der Eingriff ambulant durchgeführt werden. Sie können die Klinik unmittelbar nach dem Eingriff verlassen. 
Bei größeren Eingriffen ist eine Vollnarkose erforderlich. Bei Korrekturen an der Hüft- und Beinregion kann auch eine Spinalanästhesie angewendet werden. Je nach Eingriff ist mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 8 Tagen zu rechnen.

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Da die Kosten von verschiedenen Faktoren wie z.B. Aufwand und Region abhängig sind, erstellen wir Ihnen gerne im Rahmen der persönlichen Beratung ein Behandlungskonzept und einen individuellen, verbindlichen Kostenvoranschlag.

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